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Unterstützung für Frauen und Kinder in Ecuador
Unterstützung für Frauen und Kinder in Ecuador

Die Situation in Ecuador

Ecuador liegt im Nordwesten von Südamerika und ist geographisch, topographisch, klimatisch und ethnisch eines der vielfältigsten Länder der Erde. Das Land grenzt an Kolumbien, Peru und den Pazifischen Ozean an. Rund 13 Millionen Einwohner leben im Land, die Hälfte von ihnen wohnt in den Städten. Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus Nachfahren von Indigenen, Afro-Ecuadorianern und Europäern.

Die Wirtschaft von Ecuador stützt sich sehr auf die Sektoren Erdölproduktion und Landwirtschaft. Die Erdölproduktion nimmt fast 60% der Exporte ein. Landwirtschaftliche Produkte wie Mais, Weizen und Kartoffeln werden größtenteils zur Eigenversorgung produziert.

Häusliche Gewalt und ihre Auswirkungen

Es wird geschätzt, dass 7 von 10 ecuadorianischen Frauen mindestens einmal in ihrem Leben eine Form von häuslicher Gewalt erleben. Gewalt ist ein fester Bestandteil in der patriarchalischen Gesellschaft, der vor allem Frauen und deren Kinder betrifft. Häufig fehlende finanzielle Sicherheiten und Krankenversicherung sowie der Mangel an sozialen Auffang-Einrichtungen verhindern allzu oft einen Ausstieg aus der Gewaltspirale und der Abhängigkeit.

Der Neuanfang: Das Frauenhaus Maria Amor in Cuenca

Die Gewalt in Familien hat negative Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein, die persönliche Entwicklung, die schulischen Leistungen der Kinder, aber auch gesundheitliche Probleme wie nicht behandelte Verletzungen. Die Sozialpastoral der Erzdiözese Cuenca gründete 2004 das Frauenhaus „Maria Amor“. Es bildet einen wichtigen Bestandteil der Betreuung von Frauen und deren Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Jährlich werden ca. 100 Frauen und 200 Kinder aufgenommen, weitere 300 Frauen werden durch Nottelefon und externe Beratung betreut. Nach ihrem Auszug aus dem Frauenhaus nehmen durchschnittlich 60 Familien die Nachbetreuung in Anspruch. Die Frauen, die im Frauenhaus unterkommen, gehören mehrheitlich der sozial benachteiligten Bevölkerungsschicht an. Das Frauenhaus „Maria Amor“ bietet nicht nur einen geschützten Raum, sondern durch die Bildungs- und Betreuungsangebote den Frauen die Möglichkeit, aus der Abhängigkeit auszubrechen und ihr Leben selbstständig zu führen. So sind die Aufgaben und Anforderungen an das Frauenhaus weit umfassender als die von Frauenhäusern in Europa.

Ihre und unsere Unterstützung

Zunächst war das Frauenhaus „Maria Amor“ in einem renovierten historischen Altbau in der Innenstadt Cuencas untergebracht. Die beiden Innenhöfe stellten die einzige Beleuchtung und Belüftung der Zimmer dar, Grünflächen zur Nutzung für die Kinder und ihre Mütter waren nicht vorhanden. Da die Aufnahmekapazität auf 30 Personen begrenzt war und der Umfang der Betreuungsangebote sich stetig erweiterte, wurde am Stadtrand mit dem Bau eines neuen Zentrums begonnen. Neben finanzieller und sozialer Nachhaltigkeit (Einbeziehung der Frauen und Kinder in den Planungsprozess, Wiederverwertung von Materialien) wurde auch auf die ökologische Nachhaltigkeit großer Wert gelegt.

Ein Teil des Neubaus ist bereits fertig gestellt und konnte Ende Oktober 2013 eingeweiht werden. Für die Aussenanlagen (Kinderspielplatz und Fussballplatz) werden noch ca. 7.000,- € benötigt, der Umbau des ehemaligen Frauenhauses im Stadtzentrum wird mit ca. 50.000,- € veranschlagt. Diese Wohnungen sind Teil des Nachbetreuungsprogramms.

Die aktion hoffnung unterstützt das Projekt, um Frauen und Kinder in Notlagen aufzufangen und ihnen durch individuelle Förderung und Betreuung eine Zukunftsperspektive zu geben. Für Ihre Unterstützung und Ihre Mithilfe bedanken wir uns von Herzen.

aktion hoffnung
IBAN: DE61 7509 0300 0200 1432 00, BIC: GENODEF1M05
Liga Bank Augsburg
Verwendungszweck: "Ecuador - 8000 8001"

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