Friedensprojekt Kuron

Ausbildung und Gesundheit im Südsudan
Ausbildung und Gesundheit im Südsudan

Die geografische, politische und soziale Situation im Südsudan:

Am 9. Juli 2011 wurde mit einem Referendum die Republik Südsudan als jüngster Staat Afrikas gegründet. Zuvor war das Gebiet von 1972 bis 1983 und erneut von 2005 bis 2011 eine Region innerhalb des Sudans gewesen. Die Herausforderungen für Bevölkerung und Regierung sind groß: Noch immer leiden die Menschen unter den Folgen der jahrelangen Kriege. Die Landwirtschaft wurde in dieser Zeit schwer in Mitleidenschaft gezogen. Flüchtlinge, die nach und nach aus Nachbarländern und anderen Landesteilen zurückkehren, können kaum mit dem Notwendigsten versorgt werden. Weil die Infrastruktur (Straßen, Brücken etc.) während der Kriege schwer beschädigt wurde, ist die Versorgung durch Hilfslieferungen nur sehr eingeschränkt möglich. Auch die vorhandenen Bodenschätze, insbesondere Erdöl, können wegen der mangelnden Infrastruktur nur zu einem sehr kleinen Teil erschlossen werden. Schulen, Kindergärten, Krankenstationen und sonstige soziale Einrichtungen sind vor allem in den ländlichen Gebieten praktisch nicht vorhanden.

Das Friedensprojekt in Kuron

Auch nach der Unabhängigkeit gibt es immer wieder lokale Kämpfe. Die Gründe sind zum einen Uneinigkeiten um den Grenzverlauf und die Landverteilung, zum anderen aber auch Schwierigkeiten der neuen Regierung, eine funktionierende Verwaltung aufzubauen. Verwaltungseinheiten sind oftmals „ethnisch“ definiert, ihre Grenzen nicht genau festgelegt. Die staatlichen Institutionen sind nur begrenzt in der Lage, Konflikte zu lösen.

Bereits im Jahr 1997 gründete der emeritierte Bischof von Torit, Msgr. Paride Taban das Friedensprojekt in Kuron. Nach dem Vorbild der „Oasis of Peace“ in Neve Shalom, Israel begann er, eine Gemeinschaft von Angehörigen unterschiedlichster Stämme und Herkunft zu bilden. Inzwischen leben mehr als 1.500 Menschen aus 8 verschiedenen Stämmen in Kuron. Weitere 3.000 Personen haben sich wegen der guten Infrastruktur in unmittelbarer Nähe angesiedelt, denn im Dorf gibt es eine Schule mit Schülerwohnheim und eine von Ordensschwestern geleitete Krankenstation. Die Familien engagieren sich in einem Landwirtschaftsprojekt, eine Handwerkerschule für Jugendliche ist im Aufbau. In den umliegenden Dörfern werden Sport- und Kulturveranstaltungen durchgeführt, die das friedliche Miteinander der unterschiedlichen Stämme fördern und die gegenseitige Toleranz stärken.

Ihre und unsere Unterstützung:

Die aktion hoffnung unterstützt den Aufbau des Friedensprojektes in Kuron. Sie ist der Überzeugung, dass die nachhaltigste Entwicklungsarbeit die Investition in Bildung ist. Damit wird den Menschen eine bessere wirtschaftliche und soziale Zukunft ermöglicht, aber auch ein Mitwirken beim Aufbau demokratischer und rechtsstaatlicher politischer Strukturen.

Können Sie sich vorstellen, den weiteren Auf- und Ausbau zu unterstützen?

aktion hoffnung
IBAN: DE61 7509 0300 0200 1432 00, BIC: GENODEF1M05
Liga Bank Augsburg
Verwendungszweck: "Friedensprojekt Südsudan - 8000 6001"

Für eine Zuwendungsbestätigung geben Sie bitte Ihre vollständige Adresse an.