Catholic Aids Action

Gesundheit in Namibia
Gesundheit in Namibia

Die Situation in Namibia:

Das Land mit einer Fläche von ca. 825.400 km² ist größtenteils von Wüsten oder wüstenähnlichen Gebieten geprägt, das Klima subtropisch-kontinental, wobei die Niederschlagsmenge regional stark variiert. Obwohl Namibia mit einem jährlichen Bruttosozialprodukt von 2.46 US$ pro Einwohner zu den reichsten Ländern Afrikas zählt, leben 34,9% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze (mit einem Verdienst pro Tag von unter 1 US$). Etwa 20% des Bruttosozialprodukts werden im Bergbau (Uran, Diamanten, Kupfer, Gold, Blei, Zink, Salz, Erdgas) erwirtschaftet.

Als das größte Problem des Landes wird die Krankheit AIDS / HIV gesehen. Im Jahr 2006 lag die Infektionsrate der Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren nach Angaben von UNAIDS bei 19,6%. Trotz enormer Anstrengungen des Staates konnte diese Rate in den letzten Jahren nur unwesentlich gesenkt werden. Gründe hierfür sind zum einen die nach wie vor hohe Verbreitung der Polygamie, aber auch fehlende Aufklärung. AIDS ist seit Jahren die Todesursache Nr. 1 in Namibia.

Das Projekt:

Im Sommer 1998 hat die Katholische Bischofskonferenz von Namibia die Catholic Aids Action (CAA), eine auf dem christlichen Glauben basierende Nicht-Regierungsorganisation (NGO) ins Leben gerufen. Trotz der engen Verbundenheit zur Katholischen Kirche richten sich die Einrichtungen und Programme der CAA an alle Menschen in Not, ungeachtet deren religiöser oder ethischen Zugehörigkeit. Die Aussage der CAA-Gründerin, Sr. Dr. Raphaela Händler OSB: „Aids ist eine Krankheit, keine Sünde“ trifft den Kern und die Grundsätze des Engagements der CAA. Inzwischen ist die CAA die größte Nicht-Regierungsorganisation in Namibia und mit 14 Einrichtungen in 9 der 13 Regionen Namibias vertreten.

Die Arbeit konkret:

Ein Schwerpunkt der Arbeit der CAA bildet die Unterstützung von AIDS-Waisen. Sie umfasst die Schulausbildung von 3.100 Kindern, die Ausstattung von ca. 1.000 Kindern mit Schuluniformen und die Übernahme von Schulgebühren in einzelnen Fällen.
Im außerschulischen Bereich erhalten im Tonateni-Zentrum im Stadtteil Oshakati 202 Kinder täglich eine ausgewogene Mahlzeit, die meisten Kinder werden bis zum späten Nachmittag betreut (Hilfe bei den Hausaufgaben, Spiel, Sport, kulturelles Programm etc.)

Dringend notwendig ist die psychosoziale Betreuung und aktive Trauerarbeit mit Kindern. Freiwillige Helfer bauen ein Vertrauensverhältnis zu den Kindern auf, die ihre Eltern durch AIDS verloren haben, um ihnen Halt und Trost zu geben und sie durch diese schwierige Zeit zu begleiten. In Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm werden in einem Zeitraum von 2 Jahren Lebensmittel an besonders verarmte Familien verteilt.

Wichtig ist zurdem die Aufklärungsarbeit mit Jugendlichen. Je nach Alter werden Themen wie Kommunikation, Sozialverhalten, Liebe und Sexualität, pubertäre Herausforderungen, Drogen, HIV-Prävention und –aufklärung, Umgang mit der Krankheit und Abbau von Vorurteilen in Kleingruppen vermittelt.

Schließlich kümmert sich die CAA in Test- und Beratungsstelle direkt um betroffene Menschen: Im Tonateni-Zentrum ist eine Stelle eingerichtet, in der Klienten mittels eines Schnelltests binnen 15 Minuten erfahren können, ob sie infiziert sind oder nicht. Ausgebildete psychologisch geschulte Berater besprechen die Testergebnisse mit den Klienten.

Bei einer Infektion betreut die CAA die Patienten im familiären Umfeld, sorgt sich um die Pflege und moralische Unterstützung der Kranken, die medizinische Versorgung, aber auch die Vorbereitung der Patienten und deren Angehöriger auf den Tod. Freiwillige Helfer besuchen die Familien dreimal pro Woche, Patienten im finalen Stadium werden täglich besucht. Zum Erfahrungsaustausch treffen sich die Helfer einmal pro Monat in Kleingruppen.

Können Sie sich vorstellen, die Arbeit der Catholic Aids Action in Namibia zu unterstützen?

aktion hoffnung
IBAN: DE43 7509 0300 0600 1432 00, BIC: GENODEF1M05
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Verwendungszweck: "Edelsteinaktion - 8000 2001" 

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