Nothilfe im Südsudan

Unterstützung für Kinder und Jugendliche
Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Der Südsudan ist der jüngste Staat der Erde; am 9. Juli 2011 wurde die Unabhängigkeit vom (Nord-) Sudan erklärt. Rund 11,9 Millionen Menschen leben im Land. 90 Prozent der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, die Analphabetenrate liegt im Landesdurchschnitt bei 75 Prozent. Das Land ist reich an Ressourcen und Bodenschätzen und dennoch leben die Menschen dort in großer Armut. Die Landwirtschaft wurde während des Bürgerkriegs in Mitleidenschaft gezogen. Fehlende staatliche Infrastruktur und politische Instabilität lassen kaum Entwicklung im Land zu.

Seit Dezember 2013 befindet sich das junge Land in einer tiefen Krise. Die Konflikte zwischen der Armee und den Rebellengruppen haben sich zum Krieg zugespitzt. Hunderte Menschen sind seitdem umgekommen, Tausende sind auf der Flucht. Sie bewegen sich über die Grenzen in die Nachbarstaaten oder sind innerhalb des Landes in Flüchtlingslagern untergebracht.

Der Projektpartner der aktion hoffnung

Unser Projektpartner vor Ort ist die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos in Juba. Diese leiten hier eine Secondary School und ein Berufsbildungszentrum. Außerdem werden in einem Jugendzentrum verschiedene friedensfördernde Maßnahmen angeboten.

Die Arbeit der Salesianer vor Ort

Um neben der schulischen und beruflichen Ausbildung der einheimischen Jugend auch den zahlreichen Flüchtlingen eine Zukunftschance zu ermöglichen, hat die Ordens-gemeinschaft auf ihrem Gelände in der Stadt ein Flüchtlingscamp errichtet. Dort leben derzeit mehr als 1.000 Flüchtlinge. In einem alten Schulgebäude wurden ein Kindergarten und eine Grundschule für 300 Kinder untergebracht. 

Im Jugendzentrum gibt es musikalische, sportliche und kulturelle Angebote; besonders die Sportplätze erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie werden auch für große Aktionen und Versammlungen genutzt, denn auf dem Gelände der Ordensgemeinschaft fehlt es bislang noch an einer großen Halle.

Neben den Kindern kümmern sich die Salesianer auch um die Frauengruppen. Sie bekommen ein Stück Land zur landwirtschaftlichen Bearbeitung zur Verfügung gestellt. So haben die Frauen nicht nur eine Beschäftigung, sondern können sich auch ein kleines Einkommen erwirtschaften.

Mangel- und Unterernährung und verschiedene Krankheiten sind bei den Flüchtlingen weit verbreitet. Caritasschwestern, die auch auf dem Gelände leben, kümmern sich um die Kranken. Sie bilden die Frauen in Hygiene und Kinderpflege aus, um den Ausbruch weiterer Krankheiten zu vermeiden.

Ihre und unsere Unterstützung

Nachdem sich in der Stadt Juba immer mehr Menschen ansiedeln, bekommen auch die Einrichtungen der Salesianer großen Zulauf. Das Berufsbildungszentrum – das einzige in der Stadt – soll um weitere Ausbildungsmöglichkeiten in Bauberufen erweitert werden. Für Absolventen sind die Berufsaussichten hervorragend, da in der Stadt dringend ausgebildetes Personal in den Bereichen Maurer-, Schweißer- und Schreinerhandwerk gesucht wird.

In der Grundschule der Flüchtlingskinder fehlt es an jeglicher Einrichtung; es sind weder Lehr- und Lernmaterialien noch Tafeln vorhanden. Um einen strukturierten Unterricht anbieten zu können, sollen die notwendigen Materialien angeschafft werden.

Die aktion hoffnung plant, das Projekt mit 30.000 Euro zu unterstützen, um Kindern und jungen Erwachsenen eine Schul – und Berufsausbildung zu ermöglichen und somit eine Zukunftschance zu geben. Für Ihre Unterstützung und Ihre Mithilfe bedanken wir uns von Herzen.

________________________________________________________

Spendenkonto:

IBAN DE61 7509 0300 0200 1432 00, BIC GENODEF1M05

Verwendungszweck: "Hilfe im Südsudan - 8001 9001“